Interview mit Andy Schreck

Ein spannendes Interview mit dem Trompeter, Pädagogen, Dirigenten und Podcaster Andy Schreck. Lesen Sie jetzt, warum er sich für die Blasmusikszene begeistert und was ihn zu seinem neuen Szene-Podcast „On Air Der Blasmusikpodcast“ führte.

 

Kurzes Warm-Up: Wer stellt sich vor? Mit wem haben wir es zu tun?

Mein Name ist Andy Schreck, ich bin 34 Jahre alt, lebe in Wiesbaden, bin verheiratet, habe eine kleine Tochter und bin Schulmusiker am Frauenlob-Gymnasium in Mainz. Ich bin neben meinem Job als Lehrer noch als Dirigent, Arrangeur, Trompeter und neuerdings als Podcaster unterwegs.

 

Wie war dein Weg zur Trompete?

Mein Weg ist nicht so leicht zu beschreiben. Am Anfang ging vieles sehr einfach, wobei man sagen muss, ich habe schon immer gerne geübt. Kurz vor der Aufnahmeprüfung für das Studium, bin ich in ein Fahrwasser geraten, dass nicht so gut war für mich. Ich wollte zu schnell zu viel. Dann kam die erste Aufnahmeprüfung und ich habe dort was kennengelernt, was ich vorher nie kannte: Nervosität.
Schnell war mir klar, dass der Weg für mich nur über den Kopf funktioniert. Also habe ich mich ein Jahr lang darauf vorbereitet, auch mental. Das ist die wichtigste Lektion, die ich gelernt habe und mir im Studium auch viel geholfen hat, dass nicht mehr üben das Allheilmittel ist, sondern das WIE und das der Kopf stimmen muss.

 

Hauptberuflich bist du als Musiklehrer unterwegs? Was begeistert dich an dem Berufsfeld?

Mich begeistert einfach mit Menschen zu agieren und ihnen meine Faszination an Musik zu zeigen. Schule gibt einem die Möglichkeit auch als Begleiter zu fungieren und Potentiale freizulegen, die vielleicht Schüler nicht gleiche bei sich selbst sehen.

 

Du bist Initiator vom Podcast „ON-AIR Der BLASMUSIK Podcast“. Wie bist du auf die Idee gekommen einen Podcast für die Blasmusikszene ins Leben zu rufen?

Ganz einfach, es gab noch keinen! 🙂 Ich höre sehr gerne selbst Podcasts zu den unterschiedlichsten Themen. Ich kann daraus immer persönlich viel ziehen und dachte, wieso macht man das nicht in der Blasmusik-Welt. Dort gibt es so viele kluge Köpfe, die was zu sagen haben.

 

Mittlerweile konntest du schon viele Größen aus der Branche in deinen Podcast holen. Gibt es eine Folge, die dir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist?

Puh…eine schwere Frage. Da gibt es einige. Z.B. Ernst Hutter. Da kamen verschiedene Dinge zusammen. Es war das erste Gespräch, dass ich live vor Ort durchführen konnte. Außerdem sind wir uns in den letzten 20 Jahren schon einige Male begegnet, das erste Mal, da war ich 13 Jahre alt und er konnte sich daran noch erinnern.
Oder Toni Scholl, der über Vertrauen an das Orchester gesprochen hat.
Aber auch Roman Rindberger, der selbst in Wiesbaden, nicht weit von meiner Wohnung gelebt hat. Und ich nach dem Gespräch mit einem motivierten Spirit in die restliche Woche gegangen bin.
Ich kann das nicht so einfach fest machen. Ich freue mich und fühle mich geehrt, dass so Größen mit mir reden. Das sehe ich schon auch als Geschenk an und ich kann aus jedem Gespräch was lernen.

 

Neben deiner Lehrertätigkeit bist du als Dirigent, Komponist und Arrangeur bekannt. Was fasziniert dich an diesen Tätigkeiten?

Die Vielseitigkeit sich mit Musik zu beschäftigen. Das Komponieren ist in den letzten Jahren etwas weniger geworden, dafür ist das Dirigieren wieder mehr in den Fokus und ich bilde mich da weiter. Der unterschiedliche Zugang zu Musik, das machen von unterschiedlichster Musik (von Klassik über Blasmusik bis hin zu Soul-Musik) fasziniert mich und ich werde da immer wieder wie ein kleiner Junge, der eine neue Welt oder eine neue Sicht auf die Dinge erfährt.

 

Welche Motivation treib dich täglich an und welchen Ratschlag kannst du jungen angehenden Musikern mit auf ihren Weg geben?

Meine Motivation ist jeden Tag was dazuzulernen und wieder eine Kleinigkeit zu entdecken. Sei es in der Musik, sei es im Alltag oder sei es an mir. Ich habe die letzten Jahre, gerade durch die Musik, so viel über mich erfahren.
Der Ratschlag: Offen und neugierig bleiben!!

 

Die gesamte Blasmusikbranche ist von der Corona-Pandemie stark betroffen. Wie hast du dich persönlich auf die aktuelle Situation eingestellt?

Ich habe es versucht so positiv wie möglich zu machen, was es letztendlich auch war. Ich hatte mehr Zeit für meine Familie und konnte den Podcast angehen. Tatsächlich wollte ich eigentlich ein halbes Jahr später anfangen, aber dann kam Corona und die Zeit war da. Außerdem mache ich seit dem deutlich mehr Sport und konnte für mich die Wim-Hof Methode entdecken.

 

Wenn wir wieder Events, Festivals und Workshops veranstalten dürfen, welchen Geheimtipp hast du für uns?

Nehmt jedes Konzert (egal welche Musikrichtung) mit, das ihr besuchen könnt. Einerseits die Musiker zu unterstützen, aber andererseits ein Live-Konzert kann einem so viel geben. Der Energieaustausch ist deutlich anders, als Streaming.

 

Auf einer Tournee oder Konzertreise dürfen 3 Dinge nicht fehlen, welche?

    • gutes Buch
    • Laufschuhe und Kopfhörer
    • Nette Kollegen, mit denen man einfach mal im Café sitzen kann und „philosophieren“ kann 🙂

Danke Andy!

 

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Weitere spannende Informationen über Andy Schreck finden Sie auf seiner Website.

www.andyschreck.de

@andyschreck (Instagram)